self-made Moosgummi-Stempel
kostengünstig & „Motiv-kreativ“ 😉
Gekaufte Stempel sind zwar oft super präzise, filigran und stempeln wunderschön, aber oft findet man dann nicht das gewünschte Motiv oder der Stempel ist (vor allem, wenn er etwas größere Ausmaße hat) in der Anschaffung doch meist recht teuer.
Vor etwas längerer Zeit habe ich gelesen, dass auch andere schon probiert haben, mit dem Tiefschnittmesser des Schneidplotters, Moosgummi zu schneiden – hier zum Zwecke der Kinderzimmertüren-Gestaltung bzw. um Zahlen auszuschneiden.
Ich hatte damals schon im Hinterkopf, dass dies doch auch für Stempel gut funktionieren müsste, da ich generell schon viel ausprobiert und auch Einiges über die verschiedenen Arten der Stempelherstellung gelesen habe:
- Stempel aus Kork schnitzen
- Form mit Schere/Skalpell aus Moosgummi ausschneiden & auf Kork oder einen festen Acrylblock kleben
- klassisch: Stempel aus Erdäpfeln schnitzen & auf Stoff stempeln
- mit Linolschnittwerkzeug aus Linolschnittplatten größere Motivflächen gestalten, mit Farbroller schwarze Farbe auftragen und auf ein Blatt papier drücken
- mit Linolschnittwerkzeug oder Skalpell aus einem weichen Vinylblock („rubber carving block“) „rubber stamps“ sozusagen gravieren/schnitzen – diese Vinylblöcke sind teilweise so dick, dass man sie beidseitig bearbeiten/gravieren/verwenden kann -> für diese Variante, finde ich, muss man allerdings etwas geübt sein oder einfach das richtige Schneidwerkzeug haben 😉 >> mehr über meinen Versuch und meine Erfahrung mit diesem Medium in diesem Beitrag
- fertige kleine Lasercut-Deko-Holzbuchstaben auf Korken kleben
- fertige Tisch-Streudekoration in verschiedensten Formen (Herzen, Kleeblätter usw) auf einen Stempelblock kleben
- …
naja – gesagt, getan! Ich hab mich langsam an die Schnitteinstellungen beim Tiefschnittmesser herangetastet, Moosgummi hat ca. eine Dicke von 2mm, ich habe die stark klebende Matte hierfür verwendet.



1. ich wollte ausprobieren, ob der dünne Stängel auch schön geschnitten wird
2. Grund für die Motivwahl war, dass ich zu Silvester mit dem 3D-Pen ebensolche machte >>siehe in diesem Beitrag
3. ich besitze ebenfalls einen Wachssiegelstempel mit diesem Motiv und
4. ich habe kurz davor selbst wieder mal ein 4-blättriges Kleeblatt im Wald gefunden 😀



FAZIT:
Für kleine, filigrane Schritzüge werde ich auch in Zukunft meine gekauften Stempel verwenden, da diese einfach viel präziser sind und die meisten Schriftarten – je nach Art und Größe, in der man sie verwendet – auch etwas zu dünne Stege, Auf- und Abstriche aufweisen, um sie mit dem Schneidplotter schön darstellen zu können (hier verzieht sich der Moosgummi).
Für kleine Motive mit nicht allzu dünnen Stellen werde ich in Zukunft sicher anlassbezogen noch weitere Stempel produzieren 🙂


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